Spannender Instandhaltungstag 2018 zum Thema Fachkräftemangel — Nachlese

Spannende Besichtigung der Energiezentrale Bern
Spannende Besichtigung der Energiezentrale Bern

Am Mittwoch, 5. Dezember 2018, fand in Bern der jährliche Instandhaltungstag von fmpro statt. Er begann mit einer Führung durch den 500-Millionen-Prestigebau der Energiezentrale Forsthaus von Energie Wasser Bern (ewb), der sich in der Architektur an einem Frachtcontainerschiff orientierte.

Die Energiezentrale Forsthaus verwandelt als hocheffizientes Gesamtsystem Kehricht, regionales Holz und Erdgas zu Strom, Dampf und Fernwärme und trägt wesentlich dazu bei, dass Energie Wasser Bern den Entscheid des Berner Stimmvolks umsetzt und bis 2039 aus der Kernenergie aussteigen kann.

Fachkräftemangel: Qualifikation durch Aus- und Weiterbildung, innovative Bewerbungsprozesse

fmpro-Instandhaltungstag: Die Referenten diskutieren mit den Teilnehmern
fmpro-Instandhaltungstag: Die Referenten in der Diskussion mit den Teilnehmern

In den Referaten im Anschluss drehte sich alles um den Fachkräftemangel. Martin Meyer von der Adecco Group Schweiz zeigte auf, in welchen Bereichen der Fachkräftemangel am höchsten ist. «Bis ins Jahr 2030 fehlen dem Schweizer Arbeitsmarkt rund eine halbe Million Fachkräfte», sagte Meyer und nannte die Trends Digitalisierung, Demografie und Werteeinstellung als Haupttreiber dieser Entwicklung.»

Auch An Lac Truong Dinh, Projektverantwortlicher Berufsbildungspolitik beim SBFI, sieht die Digitalisierung und die Demografie als Hauptgründe für die aktuellen und künftigen Veränderungen in der Arbeitswelt und für einen Trend zur stetigen Aus- und Weiterbildung. «Wir gehen davon aus, dass bereits in zehn Jahren mehr als die Hälfte der Schweizer Arbeitnehmer einen Tertiärabschluss haben werden», sagte er.

Roger Baumer, CEO der Hälg Building Services Group, ging auf das Thema ein, wie man qualifizierte Mitarbeitende gewinnen und an das Unternehmen binden kann. «Es kann durchaus einmal ein bis zwei Jahre dauern, bis wir eine solche Stelle besetzen können», sagte Baumer. Er setzt auf eine Mischung aus interner Ausbildung, externer Ausbildung und der Ausbildung von Lernenden.

Sonja Auf der Maur ist Bereichspersonalleiterin des Universitäts-Kinderspitals Zürich. Sie stellte den Teilnehmenden vor, wie das Kispi den Bewerbungsprozess massiv vereinfachte, um Fachkräfte zu gewinnen. «Aktuell gibt es unter pflege-berufe.ch rund 4500 ausgeschriebene Stellen», sagte sie. Die Bewerber haben eine breite Auswahl an möglichen Arbeitgebern. Auf Stelleninserate erhielten wir nur ein bis zwei Bewerbungen. Aber wir wollten die besten Fachkräfte haben. Also liessen wir uns etwas einfallen.»

Präsentationen der Referenten zum Thema Fachkräftemangel

  Fakten zum Fachkräftemangel und Entwicklungen
Martin Meyer, Head of Large Accounts, Onsites & Outsourcing Adecco Staffing, Adecco Group Schweiz

  Fachkräftemangel – Initiativen und Massnahmen
An Lac Truong Dinh, Projektverantwortlicher Berufsbildungspolitik im SBFI

  Mitarbeiter Ausbildung und Entwicklung – die Wirtschaft ist gefordert
Roger Baumer, CEO, Hälg Building Services Group

  Die 15-Sekunden-Bewerbung – Neue Wege in der Rekrutierung
Sonja Auf der Maur, Bereichspersonalleiterin im Universitäts-Kinderspital Zürich

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